Deine Trainerausbildung beginnt mit dem Thema „
Sportphysiologie“, wo du dir die Grundlagen des menschlichen Körpers wie die Motorik, das Herz-Kreislauf-, Nerven-, Hormon- und Atmungssystem sowie die Energiebereitstellung und den Wärmehaushalt aneignest.
Im nächsten Schritt erwartet dich das Lehrmodul „
Ausdauertraining“, ein spannendes Fachgebiet, das dich eingangs mit der konditionellen Fähigkeit Ausdauer vertraut macht. Danach lernst du die Prinzipien der Trainingslehre – wie die der Superkompensation, Wiederholung und Kontinuität - kennen, die wichtig dafür sind, um ein effektives Ausdauertraining planen und durchführen zu können.
Nun geht es direkt an die Grundlagen der
Trainingsplanung im Ausdauersport, wo du unter anderem das Fünf-Stufen-Modell kennenlernst, das dich von der gelungenen Anamnese, also dem Erstgespräch und der Feststellung des aktuellen Fitnesslevels, über die Zielsetzung und Trainingsplanung bis hin zur Durchführung und anschließenden Evaluation führt. Mit anderen Worten erfährst du, wer dein Kunde ist – sowohl als Sportler als auch als Mensch – was er gemeinsam mit dir erreichen will, wie der Weg zum Ziel gestaltet werden kann und die Pläne schließlich in die Tat umgesetzt werden.
Nachdem du dich auch mit den Grundlagen der
Trainingssteuerung, also zum Beispiel der Leistungsdiagnostik und Wettkampfanalyse, auseinandergesetzt hast, geht es direkt weiter zum Ausdauertraining, wo du erfährst, in welcher Intensität trainiert werden sollte, welche unterschiedlichen Methoden – etwa die Intervall- oder Wettkampfmethode – bei der Verbesserung der Ausdauer zur Verfügung stehen oder auch, wie man eine vernünftige Energie- und Flüssigkeitsaufnahme gestaltet.
Darauf aufbauend folgt das Themengebiet „
Faktoren des Ausdauersports“, wo zunächst auf die unterschiedlichen Anforderungen der Trainierenden eingegangen wird also Besonderheiten und Spezifisches im Kinder- und Jugend-, Senioren- und Leistungstraining, sodass du später jedem ein verantwortungsvolles, auf ihn abgestimmtes Ausdauertraining angedeihen lassen kannst.
Ein besonders wichtiger Bereich des Ausdauersports und damit ein Must-have an Bildung für einen professionellen Ausdauertrainer sind umfangreiche Kenntnisse zu
Testverfahren der Diagnostik der Ausdauerleistungsfähigkeit, darum bringen wir dir in der Ausdauertrainer-Ausbildung zunächst die allgemeinen Prinzipien sowie Leistungsnormative wie die maximale Sauerstoffaufnahme und die Ruheherzfrequenz bei, bevor es mit einfachen sportpraktischen Testverfahren weitergeht. Jetzt bist du mehr als bereit für komplexere, sportartspezifische
Leistungsdiagnostik, die dich im darauffolgenden Kapitel auch gleich erwartet.
Zum Schluss gehen wir näher auf
Ausdauersport im Zusammenhang mit Krankheit ein und beantworten dir alle Fragen rund um dieses Thema. Training bei Krankheit oder Beschwerden geht das und wie viel? Welche Fitness-Übungen kann ich als Ausgleichstraining machen? Wie vermeide ich eine Myokarditis? Welche Schäden kann Ausdauersport hervorrufen und wie geht man mit diesen um? Besonders berücksichtigt werden die bekanntesten Beschwerden wie Shin Splint (Schienbeinkantensyndrom), Läuferknie, Patellaspitzensyndrom, Achillessehnenreizung und Schulterschmerzen.
