Evidenzbasierte PraxisDas Modul vermittelt Grundlagen, Ziele und Vorgehensweisen evidenzbasierter Praxis im Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt stehen Evidenzhierarchien, interne und externe Validität, Bias, Confounding sowie die kritische Bewertung unterschiedlicher Studientypen, Leitlinien und diagnostischer Tests. Zudem wird thematisiert, wie Forschungsergebnisse, Patient*innenwünsche sowie institutionelle und individuelle Ressourcen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch zu beurteilen und sinnvoll in den rettungsdienstlichen Alltag zu übertragen.
Clinical ReasoningDas Modul fokussiert die Professionalisierung klinischer Denk- und Entscheidungsprozesse im Rettungsdienst. Die Studierenden setzen sich mit unterschiedlichen Formen des Reasonings auseinander, darunter ethisches, prozedurales, interaktives, prognostisches, narratives und pragmatisches Reasoning. Anhand von Fallbeispielen lernen sie, rettungsdienstliche Versorgungssituationen zu analysieren, Entscheidungen zu begründen und patientenzentriert sowie ressourcenschonend zu handeln. Ergänzend werden Feedback und kollegiale Beratung als Methoden der Selbstreflexion und Weiterentwicklung genutzt.
Struktur und Inhalt der RettungswissenschaftenDas Modul führt in die Rettungswissenschaften als eigenständige Disziplin ein und behandelt deren Definitionen, Forschungsfelder, Theorien, Modelle und Paradigmen. Inhalte sind unter anderem rettungsdienstliche Bildung, Führung und Management, System- und Organisationsformen, Versorgungsforschung sowie Professionalisierung im Rettungsdienst. Außerdem werden Bezüge zu anderen Gesundheitsberufswissenschaften hergestellt und wissenschaftstheoretische Grundlagen mit Rettungsdienstbezug aufgegriffen. Ziel ist es, die Bedeutung der Rettungswissenschaften für Wissenschaft, Praxis und Professionalisierung reflektiert einordnen zu können.
